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Wertvolle Staude im Herbstgarten
Herbstchrysanthemen (Chrysanthemum Indicum-Hybriden), auch Winterastern genannt, sind uns vor allem als Topfpflanzen bekannt, die bereits jetzt in vielen Gartencentern angeboten werden. Die Chrysanthemen gehören zur Familie der Korbblütler (Compositae). Ihre korbförmigen Blüten setzen sich aus unzähligen Einzelblüten zusammen. Die Pflanze stammt ursprünglich aus Japan.
Hier und auch in China entstanden bereits vor mehr als 2000 Jahren die ersten Züchtungen. Im alten China galt die Chrysantheme bis 1911 als die Blume des Kaisers und war daher auch im kaiserlichen Wappen zu finden, galt sie doch als Sinnbild für ein langes Leben und als Symbol für Stärke.   Gegen Ende des 17. Jahrhunderts gelangten die ersten Chrysanthemen nach Europa, wobei sie vor allem in Holland sehr beliebt waren. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts begannen sich französische Züchter für die Pflanze zu interessieren. In der Mitte des 18. Jahrhunderts wurden weitere Chrysanthemen-Arten aus China eingeführt, womit die Züchtung so richtig ihren Lauf nahm.
Unter den Winterastern finden sich die unterschiedlichsten Blütenformen von einfachen über locker gefüllte bis hin zu pomponartigen, satt gefüllten Blüten in diversen Grössen und Formen. Das Farbenspektrum erstreckt sich von Weiss über sämtliche Rosatöne bis hin zu Rot, Purpur und Lila, aber auch Gelb, Kupferbraun und Orange. Je nach Sorte beginnt die Blütezeit bereits Ende August und endet im November. Im Handel sind winterharte wie frostempfindliche Arten erhältlich. Bei Letzteren wiederum spezielle Sorten für die Schnittkultur. Die hier vorgestellten Sorten sind jedoch frosthart und eignen sich daher ausgezeichnet dazu, im Garten herbstliche Farbtupfer zu setzen, die uns bis zum ersten Frost erfreuen. Hier lieben Chrysanthemen einen nahrhaften, durchlässigen Boden, der leicht sandig sein sollte und so einen guten Wasserabzug gewährleistet. Bei längeren Trockenperioden in den wärmeren Jahreszeiten sollte zusätzlich gegossen werden. Kälte vertragen sie gut, doch reagieren sie sehr empfindlich auf Winternässe. Ideal ist daher ein warmer und geschützter Standort, am besten unmittelbar vor einer Hausmauer. Im Spätherbst lässt man die abgeblühten Triebe von Vorteil stehen und deckt die Pflanzen zusätzlich mit trockenem Laub oder Tannenreisig ab. Der Rückschnitt erfolgt dann im Frühling, und zwar eine handbreit über dem Boden. Mit einer Kompostgabe versorgt, bildet die Staude schon bald grüne, leicht silbern schimmernde Horste, die ab August überreich blühen. Text und Fotos: Brigitte Buser |