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Das Ausbildungszentrum des Schweizerischen Baumeisterverbandes zeichnet zum zweiten Mal hervorragende Leistungen ihrer Absolventen aus. Der goldene Baumaster als «Oscar der Baubranche» hat Ausstrahlung: Nicht nur auf die festliche Diplomfeier, sondern auf die ganze Branche und darüber hinaus.
Der Konferenzsaal des CAMPUS SURSEE ist nicht mehr wiederzuerkennen. Festlich edeckte Tische, illustre Gäste, strahlende Atmosphäre, entspannte Gesichter, Glanz und Glamour wie an einer filmreifen Preisverleihung. Zum Eingang gelangen die Gäste über einen roten Teppich, wo sie von einer lebensgrossen Baumaster-Figur empfangen werden und sich vor ihr fotografieren lassen können. Die Statue kündigt bereits an, worum es heute Abend geht: Um Höchstleistungen, die Gold wert sind. Die gelöste Stimmung ist für die Absolventen der Baumeister- und der Unternehmerschule in diesem Rahmen wohl eher neu: In den letzten Monaten waren sie sich anderes gewohnt. Abwesenheit vom Arbeitsplatz, Zeitdruck und anspruchsvolle Aufgaben – hinter ihnen liegt eine herausfordernde Phase während der Ausbildung am AZ SBV. Heute werden sie für ihren Einsatz und ihr E gagement belohnt. Die Spannung ist gross, denn es geht zum zweiten Mal auch darum, wer die beste Diplomprüfung beziehungsweise die beste Diplomarbeit geschrieben hat – und dafür mit dem goldenen Baumaster geehrt wird. Zunächst aber erhalten die Absolventen ihr wohlverdientes Diplom. «Hinter jedem dieser Papiere steckt eine individuelle Geschichte. Dieses Diplom ist nur ein Meilenstein in der Laufbahn jedes einzelnen – und hoffentlich der Grundstein für viele weitere wegweisende Projekte», sagt Werner Messmer, Zentralpräsident des Schweizerischen Baumeisterverbandes und FDP-Nationalrat. Motivation für weitere Bestleistungen Dann der grosse Moment: «Mit der Vergabe der Auszeichnung drücken wir den Ausbildungsteilnehmenden die Wertschätzung der Branche aus. Und zwar stellvertretend für alle Diplomanden», sagt Beat Jenni, Leiter des AZ SBV, in seiner Laudatio. Vor ihm stehen stolz und funkelnd die beiden goldenen Figuren. Zur Übergabe wird Bruno Heini, Präsident der Qualitätssicherung der Baumeisterprüfungen und ehemaliger Stiftungsrat des AZ SBV, auf die Bühne gerufen. Und schliesslich die beiden Gewinner Georges Meyer aus Oppligen (BE) und Alexander Fuhrimann aus Balsthal (SO). Sie dürfen als beste und engagierteste Absolventen der Lehrgänge zum Unternehmensführer beziehungsweise Baumeister die goldene Figur entgegen nehmen. Sie werden die Auszeichnung mitnehmen in ihren Alltag. Als Symbol und als Erinnerung daran, dass motivierte Fachkräfte in der Baubranche mehr denn je gefragt sind. Zeichen setzen für die Schweizer Wirtschaft «Der goldene Baumaster steht für zwei Dinge», erklärt Beat Jenni. «Zum einen für die hervorragenden Leistungen der Ausbildungsteilnehmer und zum anderen symbolisiert die Figur die hohe Qualität der Ausbildungen am AZ SBV, gesichert durch ein Qualitätsleitbild sowie durch konsequente Massnahmen, mit welchen wir die Zielerreichung in den Ausbildungen messen können.» Dass der Nachwuchs des Baugewerbes eine solide Grundlage in Sachen Bildung braucht, hat gleich mehrere Gründe: Die Baubranche hat an der gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfungskette einen hohen Anteil und wird dadurch zu einer der wichtigsten Schweizer Branchen. Auch die volkswirtschaftliche Bedeutung von Bauprojekten betreffend Mobilität oder Bevölkerungswachstum wird häufig unterschätzt. Oft fehlt es an gut ausgebildeten Handwerkern und Führungskräften, die sich ihr Wissen und Können systematisch angeeignet haben. Dazu soll der goldene Baumaster einen Beitrag leisten. Er soll zeigen, wie wichtig handwerkliche Berufe und kompetente Kader für die Schweizer Wirtschaft sind – und zur Attraktivitätssteigerung dieser Berufe beitragen. Ab 2012 wird der goldene Baumaster zusätzlich in der Kategorie «Bauführer» vergeben. Noch eine Berufsgattung, die dringend guten Nachwuchs braucht. Alles beginnt am AZ SBV Gemeinsames Ziel des Schweizerischen Baumeisterverbandes sowie des AZ SBV ist ein Umdenken, ein Imagewandel in der Branche und darüber hinaus. Das beginnt da, wo sich junge Leute für den Beruf entscheiden – am AZ SBV. Die führende Aus- und Weiterbildungsinstitution fürs Bauhauptgewerbe in der Deutschschweiz investiert deshalb nicht nur in das umfassende und flächendeckende Ausbildungsangebot, sondern auch in das ganze Drumherum. Das AZ SBV legt zum Beispiel grossen Wert auf eine topmoderne Arbeitsinfrastruktur sowie erweiterte Sport- und Freizeitangebote auf dem Areal in Sursee. Und natürlich auf erfahrene, praxisbezogene Referenten, welche den Transfer von der Theorie in die Praxis bereits in der Ausbildung gewährleisten. Hier beginnt das Umdenken. Bevor es für die Diplomanden aber in der Arbeitswelt mit anspruchsvollen Projekten weitergeht, lassen die zukünftigen Macher der Schweizer Baubranche den gelungenen Abend ausklingen. Dabei zeichnet sich jetzt schon eines ab: Der Stolz und die Motivation, mit dem neuen Diplom in der Tasche noch viele weitere Meilensteine zu setzen. |